Die Domgemeinden




Die Entstehung der Pfarrei liegt im Dunkeln. Die erste Kirche war wohl eine fränkische Eigenkirche, an der das Stift gegründet wurde.
Erst 1221 und 1226 wurde die Pfarrei durch den Erzbischof von Trier und den Papst dem Stift zuerkannt (Inkorporiert).
Fortan stellte das Stift den Pfarrer an und eine Pfründe für seinen Lebensunterhalt bereit. Der Pfarrer gehörte also dem Stift an, musste aber gegenüber diesem auch die Interessen der Pfarrei vertreten.














Als nach einigem Hin und Her während der Zeit der Reformation die Wetzlarer sich zur lutherischen Konfession bekannten, kam es zu einer bemerkenswerten Kuriosität: Der lutherische Pfarrer wurde durch die Bürgerschaft gewählt.














Seinen Unterhalt aber bezog er aus der Stiftspfründe und wurde daher auch vom kath. Dompfarrer in sein Amt eingesetzt.   

Aufgrund des fehlenden Geldes für ein neues Gotteshaus kam man  etwa 40 Jahre nach der Reformation überein, daß die kleinere katholische Gemeinde den Chorteil und die größere evangelische Gemeinde das Mittelschiff nutzte.

Die sehr kleine kath. Domgemeinde wurde erst während der Reichskammergerichtzeit wieder zahlreicher und konnte so auch nach der Auflösung des Stifts (1803) weiter bestehen.

Nachdem im März 1945 die Fliegerbombe in den DOM eingeschlagen ist, hatte die katholische Gemeinde keinen Gottesdienstraum mehr.
Man kam überein, dass beide Gemeinden fortan am gleichen Altar Gottesdienst abhalten sollten.

Durch den Zustrom von Heimatvertriebenen wuchs die katholische Domgemeinde sehr an, wodurch an die Wiederherstellung der alten Verhältnisse, auch nicht nach der Wiederherstellung des Chores 1952, nicht mehr zu denken war.














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