Der Lettner


Wieder erst 30 Jahre später, um 1336, wurden die mächtigen Fundamente für das sogenannte Westwerk, die Westfassade gelegt; das dauerte lang. Wieder fast 50 Jahre später arbeitet ein damals bekannter Meister, Tyle von Frankenberg, am Westwerk. Er scheint mit der Nürnberger Parler-Schule verbunden zu sein. Das Portal am Südturm und der untere teil des Westportals sind offensichtlich sein Werk, oder das seiner Hütte.

In jener Zeit ist auch der Lettner entstanden, der bis 1945  den Chor vom Schiff trennte.

Etwa 100 Jahre Später, ca. 1490 wird der Südturm vollendet. Die Bauarbeiten am Nordturm werden nicht mehr begonnen, obwohl durch einen Ablass etwas Geld gesammelt werden sollte. So steht heute noch als westlicher Abschluss des Schiffes der alte Turm und das Heidenportal in der Baustelle.

1561 brannte der hölzerne Turmhelm des Südturmes ab und wurde durch die heutige Turmhaube ersetzt.

Um die Jahrhundertwende des vorigen Jahrhunderts wurde der DOM baufällig. Nach einer Reichslotterie und Spenden von überall her konnte von 1903 - 1910 der Bau grundrenoviert werden.

Vor allem der Schalstein an Chor und Südwand wurde durch Muschelkalk ersetzt, große Teile am nördlichen Querhaus ergänzt. Die Arbeiten wurden von Kreismeister Stiehl durchgeführt.

DOM hieß die Stifts- und Pfarrkirche ab Ende des
17. Jahrhunderts. Die Bezeichnung setze sich in der Zeit des Reichskammergerichts (1693 - 1806), als der Kurerzbischof von Trier immer Stiftspropst war, der Dom also Bischofskirche war, durch.

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